Übergabevision
Was weiterwachsen soll
Unsere Gemeinschaftsäcker sind in den vergangenen Jahren zu lebendigen Orten geworden – Orte, an denen Menschen gemeinsam gärtnern, lernen und Natur erfahren. Ich wünsche mir, dass diese Qualität erhalten bleibt – unabhängig davon, in welcher Form das Projekt in Zukunft weitergeführt wird.
Was sich verändern darf
Mit meinem Rückzug aus der Leitung entsteht bewusst Raum für Neues. Ich möchte einen Raum öffnen, in dem sich Ideen entfalten können und ergebnisoffen neue Modelle entstehen dürfen. Die Zukunft der Freizeit-Farmer kann ähnlich aussehen wie bisher – oder ganz anders.
Denkbar sind zum Beispiel:
- die Übernahme des gesamten Projekts in seiner jetzigen Form durch eine oder mehrere Personen, die meine bisherige Rolle weiterführen oder gemeinsam ausfüllen
- neue Organisationsformen (z. B. Verein, Initiative, lose Trägerschaft)
- verteilte Verantwortung auf mehrere Schultern
- standortbezogene Lösungen statt eines einheitlichen Modells
- Kombination von Gemeinschafts- bzw. Mietgärten mit anderen Formen kleinstrukturierter urbaner Landwirtschaft, z. B. Selbsternte, Biokiste oder Market-Gardening
Nichts davon ist vorgegeben. Wichtig ist nicht die perfekte Struktur, sondern Menschen, die Lust haben, Verantwortung zu übernehmen und das Projekt mit eigener Handschrift weiterzutragen.
Was es braucht
Damit die Freizeit-Farmer weiterleben können, braucht es vor allem:
- Menschen mit langfristigem Interesse
- Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und zu teilen
- Offenheit für Austausch, Abstimmung und Entwicklung
- den Mut, Dinge auszuprobieren und bei Bedarf anzupassen
Meine Rolle im Übergang
Bis zum Ende der kommenden Saison begleite ich den Übergang so gut ich kann:
- durch Weitergabe von Wissen und Erfahrungen
- durch Gespräche und Austausch
- durch Unterstützung bei der Ideenfindung
Mein Wunsch ist es, das Projekt am Ende dieser Zeit gut übergeben zu können – in Hände, die es mit eigener Energie, eigenen Ideen und auf ihre Weise weitertragen.